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Niels Frevert
Benedikt Schnermann

Niels Frevert

„Ich möchte nicht zu viel sein“
Auch Niels Frevert hat keine Zeit zu verschwenden – und nimmt sie sich trotzdem.

Erstmals wurde das zu Freverts drittem Album thematisiert. Erst sechs, dann fünf Jahre Abstand hatten sich zwischen die Veröffentlichungen geschlichen. Aktuell sind es wieder fünf Jahre, die sich seine Fans bis zum neuen Werk „Putzlicht“ gedulden mussten. Inzwischen hat das Thema sogar Einzug in einen seiner Songtexte gehalten. SCHALL. hat mit ihm darüber und über die Zeit an sich im Berliner Büro seines Labels Grönland gesprochen. Es war das erste Interview, das er überhaupt zu diesem Album gegeben hat.

Ein wenig geknittert sieht Niels Frevert dieser Tage aus – trotzdem wirkt er an diesem Berliner Morgen frisch und ist unheimlich neugierig auf die Fragen zum neuen Album. Frevert, der 1994 mit seiner Band Nationalgalerie das erste deutschsprachige Musikvideo auf MTV platzieren konnte („Evelin“) und 1997 als Solokünstler eine der großen deutschsprachigen Hoffnungen in der Musikwelt war, wird so langsam älter. „Putzlicht“ ist das mittlerweile zehnte offizielle Album seiner Musikerkarriere.

Frevert ist mit der Zeit kein Superstar geworden, aber so bekannt wie man es mit Texten wie „Deine Seele, ein verrotteter Schlüsselbund“ (vom Solodebüt) und einer Vorliebe für abseitige Worte der Kategorie Einwegfeuerzeugstichflamme, Polyacryl oder, wie jetzt, Putzlicht eben werden kann. Vielleicht ist Frevert nicht besonders erfolgreich, aber er ist gerade wegen seiner besonders fein heraus gesiebten Goldnuggets der deutschen Sprache besonders gut. Einer, der etwas ganz Eigenes erschaffen hat.

Dein neues Album gefällt uns sehr gut! Es wirkt, als ob es sich an der Art Songs orientiert, die man auf deinem zweiten Album „Seltsam öffne mich“ hören kann.
Danke! Ja, manche sagen, es reiche noch weiter zurück, zum ersten, dem sogenannten „Doppelgänger“-Album. Ich selbst kann es noch gar nicht einschätzen. Das ist auch mein erstes Interview zum neuen Album, und ich bin sehr gespannt auf die Fragen, die da kommen werden. Ich weiß zwar, dass da ein paar ganz gute Songs drauf sind, aber ...

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 17 (Sommer 2019).

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