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Four Music
Chris Gonz

Four Music

Kein Schema F
Four Music, das Indielabel-Powerhouse, feiert seinen 20. Geburtstag.

„Leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte“ - dieser Song von Freundeskreis war die erste Single-Veröffentlichung eines Labels, das im Sommer 1996 gegründet wurde und im Laufe der Jahre tatsächlich Geschichte geschrieben hat.

PopKomm 1996. Die Fantastischen Vier verkünden, ein Plattenlabel zu gründen, das sich von etablierten Plattenfirmen unterscheidet. „Von Künstlern für Künstler“ hieß das selbstbestimmende Credo. Die Fantas verkaufen ihr Label zehn Jahre später wieder. Aber dessen Spirit blieb. Auf Four Music erscheinen Alben, die nicht nur zu kommerziellen Erfolgen werden, sondern auch Genre-übergreifend viele künstlerische Akzente setzen. „Esperanto“ von Freundeskreis, Afrobs „Rolle mit HipHop“, „Mamani“ von Joy Denalane, „Gern geschehen“ von Blumentopf, Caspers „XOXO“, „Zum Glück in die Zukunft“ von Marteria, Alben von Clueso, Gentleman, Nneka, Patrice, Hurts, Mark Forster, Joris und viele mehr.
20 Jahre nach der Gründung schaut Four Music stärker und selbstbewusster denn je in die Zukunft. SCHALL. besuchte das mittlerweile in Berlin ansässige Label und sprach mit Geschäftsführer Michael Stockum, Marketingchef Daniel Malat und Labelmanagerin Nina Grätz über die vergangenen zwei Jahrzehnte Erfolg, über die Dürrezeiten und die Erkenntnis, dass Erfolg nur der hat, der nicht an Erfolgsrezepte glaubt.

In eurem Video-Trailer zu „20 Jahre Four Music“ ist ein Snippet aus „OMG“ von Marteria zu hören, in dem er singt: „Yeah, will da oben rein, mal sehen wie ich‘s mach. Ich will ja gut sein, auch wenn‘s nicht immer klappt“. Wie fühlt ihr euch im 20. Jahr? Wie gut seid ihr?
Michael: Ich glaube, wir sind, ohne jetzt große Töne zu spucken, besser denn je, weil wir aus 20 Jahren gesammelter Erfahrung lernen konnten und noch nie so gut aufgestellt waren wie jetzt und auch die Struktur überarbeitet haben. Mit Daniel als Marketingchef, Nina als Labelmanagerin. So eine Struktur gab es hier im Haus lange Zeit nicht. Ja, wir sind erfolgreich, wenn man die Charts betrachtet. Wir hatten ein halbes Jahr lang pro Monat ein Album in den Top 3 der Charts, gewannen bei der letzten ECHO-Verleihung drei Auszeichnungen. Mark Forster siegte beim Bundesvision Song Contest, und wir haben mit Joris wohl den Newcomer des Jahres an den Start gebracht. Dessen „Herz über Kopf“ war der meist gespielte deutschsprachige Song im Radio. Wir haben ein tolles Roster zusammengestellt. Mit Marteria, der gerade ein neues Album macht, Mark Forster, Kontra K., der im vergangenen Jahr echt durchgestartet ist und über alle Formate über 100.000 Einheiten verkauft hat. Oder sehr qualitativ hochwertige Veröffentlichungen wie Nisse oder Balbina,
wo wir ein sehr überragendes Feedback von allen Medien und auch dem Feuilleton bekamen. Ja, wir fühlen uns sehr gut im 20. Lebensjahr. Wir sind ja quasi den Teenagerjahren entwachsen.

Lesen Sie mehr in SCHALL. Nr. 5 (Sommer2016).

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